Winterhochzeit – die frostig-fantastische Alternative

In der Beliebtheit bei Brautpaaren und sicher auch bei so manchem Gast rangieren sie nicht gerade ganz oben – Hochzeiten im Winter und damit in der kalten, unwirtlichen Jahreszeit mit all ihren Unwägbarkeiten in Sachen Wetter, Gemütsverfassung und wärmender, aber dennoch attraktiver Kleidung.

Wir wollen die Hochzeit in Dezember, Januar, Februar und März eingehend betrachten und zeigen, dass Braut und Bräutigam sich eine Winterhochzeit nicht nur schönreden, sondern auch schön machen können. Kommen Sie einfach mit auf unsere gedankliche Reise zu gemütlich mit Lammfellen, Holz und warmem Licht dekorierten Locations, zu von Baumwollblüten und von Tannengrün durchwirkten Brautsträußen, zu Kristalltorten, Naked Cakes und vielem mehr.

Vorteile einer Winterhochzeit

Die preislichen und terminlichen Vorteile der Winterhochzeit liegen – nicht bloß in Zeiten von Corona, zahlloser notwendiger Verschiebungen von Hochzeiten und vielfach bereits vergebener Standesamt-Termine im nächsten und im übernächsten Jahr – deutlich auf der verlobungsringgeschmückten Hand. Immerhin sind Termine im Winter weitaus weniger begehrt und ist aus diesem Grund auch die Konkurrenz um die anvisierten Wunschwochenenden geringer. Das gilt ebenso für den Termin im Standesamt und in der Kirche als auch für die Termine in der Lieblings-Location, beim angesagtesten Floristen, beim sommers ewig ausgebuchten DJ und bei dem besten Fotograf im Umkreis. Außerdem – und das ist ein weiterer nicht zu verachtender Vorteil der oft fälschlich verschmähten Winterhochzeit – sind viele Posten in der Nebensaison in Bezug auf den Bereich Hochzeit günstiger.

Das Hochzeitsbudget schmilzt also im Winter langsamer und bietet somit unter Umständen einen größeren Spielraum für mehr Gäste, edlere Speisen, ein exquisiteres Hochzeitskleid beziehungsweise einen perfekter passenden Anzug oder – sofern die übrigen Taler nicht für die Hochzeit selber aufgewendet werden – für eine aufwendigere Hochzeitsreise. Des Weiteren verbringen die meisten Menschen, und daher mit Sicherheit auch die überwiegende Anzahl der Gäste, ihren Jahresurlaub im Sommer. Folglich steigen bei einer Hochzeit im Winter die Chancen, dass auch alle eingeladenen Familienmitglieder und Freunde an Trauung und Feier teilnehmen können. Die Freude der Beteiligten auf ein solches Highlight in einer eigentlich ereignisarmen Jahreszeit ist ebenfalls – schließlich tragen die Gäste die Atmosphäre und die Stimmung der Veranstaltung – nicht zu verachten. Genauso wenig wie die Tatsache, dass die Begeisterung von Fußballfans, Festivalgängern und dergleichen nicht aufgrund parallel stattfindender Großereignisse getrübt werden kann.

Alles rund um die Winterhochzeit – Ideen für Deko, Dresscode und Co.

Nun aber mal Butter bei das Ei des Tacheles: Wie gewinnt die Winterhochzeit an Charme, der selbst die favorisierte Sommerhochzeit überstrahlt? Dafür sind wie immer ein paar Zutaten, Accessoires und Leitlinien nötig, deren Kenntnis wir liebend gern mit Ihnen teilen. Aufgepasst!

Winterlich angehauchtes Braut-Outfit und Trend-Brautstrauß in Winterfarben

Dass dem Traumkleid im Fit-and-Flare-, Meerjungfrauen- oder Prinzessinnen-Stil etwas entgegensteht, nur weil die Hochzeit im Winter stattfindet, ist ein absoluter Irrglaube. Die richtigen Verfeinerungen sorgen dafür, dass auch das zarteste Kleid mit noch so großflächigen Spitzeneinsätzen wintertauglich wird.

  • Ein Muff,
  • kurze oder lange Handschuhe,
  • Fellmanschetten,
  • eine Stola,
  • ein gefütterter Bolero,
  • ein langes Kapuzencape mit Fellbesatz,
  • ein Poncho,
  • ein Webpelz-Jäckchen,
  • ein figurbetonter, weißer Kurz-Mantel,
  • Ankle-Stiefeletten,
  • Stulpen und/oder
  • ein Pullover aus Strick für die naturverbunden-lässige Braut

und alles, was die wärmende Winter-Mode hergibt, machen es möglich, dass Braut auf die glühende Nähe ihres Liebsten und des prasselnden Kaminfeuers in der Feierstätte im Grunde nicht angewiesen ist und obendrein in einem wunderschönen Ensemble erstrahlt; das sich auf den Fotos im mild-magischen Winterlicht zudem ausgesprochen gut macht.

 

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Und der passende Hochzeitsstrauß? Der bedient sich im Idealfall der Farben schneeweiß, grün und braun und enthält zum Beispiel:

  • wattig-weiße Baumwollblüten,
  • locker gefüllte, weiße Ranunkeln,
  • klassische weiße Rosen,
  • erlesene weiße Orchideen,
  • edle weiße Tulpen,
  • an Schneeflocken erinnerndes Schleierkraut
  • Tannenzweige,
  • Tannenzapfen und/oder
  • Eukalyptus-Blätter.
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Ein Brautstrauß mit winterlich weißen, zarten Blüten ist perfekt für Ihre Winterhochzeit © AndisBilderwerkstatt / pixabay.com

Sträuße in kräftigen Kontrastfarben oder feinen Pastelltönen sind im Winter aber ebenso schön und setzen einen in dieser Jahreszeit noch auffälligeren Farbakzent.

Location- und Tisch-Deko – das Winterhochzeit-Ambiente

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Die Location muss bei einer Winterhochzeit vor allen Dingen gemütlich und warm sein. © French_Touch_Photography / pixabay.com

Wie sollte es drinnen auf jeden Fall sein, egal ob draußen diamantartig funkelndes Weiß liegt oder ob die Winterhochzeit doch ohne Schnee auskommen muss und es gar nass oder nasskalt ist? Na klar: heimelig und gemütlich! Das lässt sich besonders leicht durch viele Kerzen, durch das Kerzenlicht warm widerstrahlendes Gold – zum Beispiel in Form von kugeligen, goldenen Vasen oder goldfarbenem Geschirr – sowie durch Tannenzapfen in jedweder Gestalt und Größe und alle Arten von Holz erreichen. Und eines gilt es zu beachten: Bitte nicht in Weihnachtsdeko und Weihnachtsfarben abdriften! Eine Hochzeit ist eine Hochzeit ist eine Hochzeit. Karierte Decken oder Felle als Hussen-Ersatz runden die rustikale Romantik ab und wärmen die Gäste, falls es diese beim Blick aus dem Fenster fröstelt. Doch genau das Näher-Zusammenrücken aller Eingeladenen in der behaglich warmen Feierstätte ist es, was einen Teil des Zaubers der Winterhochzeit ausmacht.

Als besonderes Accessoire für die Tisch-Deko, das gleichzeitig als Platzkarte und als Gastgeschenk fungieren kann, bieten sich selbstgemachte Schneekugeln mit den Fotos der Gäste vor einem Miniatur-Winterwald an. So sorgen Braut und Bräutigam bei jedem Wetter für Schneegestöber und schicken noch eine weitere schöne Erinnerung mit Freunden und Familie nach Hause.

Nun noch ein paar letzte Worte … zur Torte

Als Hochzeitstorte für eine Winterhochzeit kommt besonders das Trend-Backwerk Naked Cake in Betracht. Immerhin bleibt diese Köstlichkeit von Fondant verschont und zeigt sich pur und puristisch in seinem Creme- und Tortenboden-Kleid – das wirkt besonders schön und edel, wenn die verwendete Cremefüllung in weiß gehalten ist. Mit Dripping oder ohne – verliebt-verlobt-verheiratet.de hat berichtet, wie sich eine Naked Cake ganz leicht selber machen lässt.

Natürlich können auch Winterwald-Motivtorten oder – besonders elegant und auffällig – Kristallkuchen zum Anschneiden und Schlemmen bereitgestellt werden.

 

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Und nun wünschen wir Ihnen viel Spaß und Vorfreude beim Planen Ihrer Winterhochzeit – die Entscheidung dafür dürfte aufgrund unserer Tipps doch nun wirklich leichtfallen.